Liebe Leserinnen und Leser, heute ist die Frühlingstagundnachtgleiche – das keltisches Sonnenfest Ostara. Zu diesem Tag möchte ich Euch einen kleinen Frühlingsgruß senden. Astronomisch gesehen beginnt heute der Frühling. Hell und Dunkel halten sich die Waage. Der Tag ist gleich lang wie die Nacht. Aber nun werden die Tage länger als die Nächte! Das Licht wird stärker. Dieses Mehr an Licht und Wärme ist der Grund für Wachstum, Erneuerung und Fruchtbarkeit. Eier und Hasen sind Symbole dafür. Ein Zeichen der Hoffnung, das uns die Natur schenkt.
Viele Religionen feiern Feste im Frühling. So feiern die Christen ihr Osterfest am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühlingstagundnachtgleiche. Die Juden feiern ihr Pessachfest am ersten Vollmond nach dem Frühlingsäquinoktium. Auch in anderen Religionen und Kulturen wird der Frühling festlich begangen. In einigen Kulturen sind die Frühlingsfeste gleichzeitig Neujahrsfeste. Das ist zum Beispiel in China, Persien/Iran und Vietnam der Fall.

Man muss sich aber nicht einer bestimmten Religion verbunden fühlen, um den Frühling als eine besondere Zeit zu erleben. Denn wir alle können wahrnehmen, wie das Licht zunimmt. Immer mehr Blumen blühen, Bäume und Sträucher bekommen Knospen und die Luft wird wärmer! In einer Zeit, in der die Nachrichten wenig Gutes verkünden, gibt uns die Natur gute Gründe zum Aufatmen.
Deshalb möchte ich heute auch eine Meditation aus dem Mystischen Psalter/Buch des Trostes mit Euch teilen, die eine besondere spirituelle Naturverbundenheit zum Ausdruck bringt:
Meditation 25
O Ewige!
„Du bist mächtig!“
So tönt das Universum,
vom Aufgang der Sonne
bis zu ihrem Niedergang.
O Heilige!
Du zeigst Dich im schönsten Glanz.
Komm und schweige nicht!
Gewaltige Kräfte gehen von Dir aus,
Himmel und Erde verkünden Deine Macht.
Sie preisen Deine Liebe, Gerechtigkeit
und Weisheit.
Du sprichst zu mir:
„Ich bin das Göttliche in Dir.
Ich will Dich segnen mit Weisheit,
die das Universum umspannt,
von der die Vögel auf den Bergen singen
und von der die Tiere auf den Feldern künden.“
Der Erdboden bezeugt
Deine Liebe und Gerechtigkeit
in der göttlichen Sprache
jenseits der Worte.
Ich rufe Dich an in der Not.
Ich lobe Dich
und danke Dir,
denn Du rettest mich.
Zu meinem Ego sprichst Du:
„Was redest Du von Gerechtigkeit
und nimmst das Wort Weisheit in deinen Mund?
Merke doch:
Ich bin Dein höheres Selbst,
die Weisheit, die in Dir verborgen ist.
Wer das versteht,
ist auf dem Weg zum Heil
und erkennt
das Göttliche in sich,
sein höheres Selbst!“
(Anna vom Sternengrund: Mystischer Psalter, Buch des Trostes)
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine hoffnungvolle Frühlingszeit!