Mystischer Psalter – Buch der inneren Stärke

Fühlst Du Dich manchmal kraftlos und den Herausforderungen des Lebens nicht gewachsen? Dann ist das „Buch der inneren Stärke“ genau das Richtige für Dich. Es erinnert Dich an eine hilfreiche Energie, die tief in Dir verborgen liegt: Dein höheres Selbst. Die berührenden Meditationen aus diesem Band des Mystischen Psalters führen Dich zu dieser Kraft. So spürst Du selbst in Krisen und Herausforderungen Zuversicht und Vertrauen. Aus der Lektüre erwächst Gelassenheit und wahre Resilienz. So wird dieser Band ein inspirierender Wegbegleiter für Dich.

Anna vom Sternengrund: Mystischer Psalter. Meditation heilsamer Worte, Band 4 – Buch der inneren Stärke, Verlag Brockenmystik, Wernigerode 2026, Hardcover: 978-3-933246-88-2: 16,00 Euro (Tredition-Shop), E-Book: 978-3-933246-87-5: 3,99 Euro (Amazon-Shop)

Hier geht’s zum ersten Band des Mystischen Psalters – dem Buch der Hoffnung

und zum zweiten Band des Mystischen Psalters – dem Buch des Trostes

und zum dritten Band des Mystischen Psalters – dem Buch des Vertrauens

Auf dieser Seite findest Du:

  • das Inhaltsverzeichnis des Buchs
  • eine Leseprobe (das erste und zweite Kapitel sowie Meditation x)

Inhaltsverzeichnis

Der Mystische Psalter als Weg der inneren Stärke

   Das Innere als Kraftquelle

   Die innere Stärke als Hilfe in Krisen

   Meditationen voller innerer Stärke

Praktische Meditationstipps

Buch der inneren Stärke

   Meditation 1 bis 25

Über die Autorin

Kontakt zu Autorin und Verlag

Leseprobe

Der Mystische Psalter als Weg der inneren Stärke

Fühlst Du Dich oft kraftlos? Hast Du manchmal den Eindruck, dass Du Deine Probleme nicht in den Griff bekommst, dass sie Dich vielmehr regelrecht auffressen? Sehnst Du Dich nach etwas, das Dir innere Stärke verleiht und fragst Dich, was das sein könnte? Dann bist Du nicht allein! Der Wunsch nach Kraft gehört zum Menschsein genauso dazu wie die Erkenntnis, dass es oft an genau dieser Stärke fehlt. Dabei geht es häufig gar nicht so sehr um die körperliche Kraft, sondern vielmehr um innere Stärke. Denn diese macht es möglich, Probleme anzugehen, eigene Ziele anzuvisieren und an ihrer Verwirklichung zu arbeiten. Doch woher kommt diese so nötige innere Kraft? Viele glauben, dass Äußeres Stärke verleiht wie etwa gute menschliche Beziehungen oder schöne Erlebnisse. Doch häufig müssen Menschen erleben, dass genau diese Kraftquellen nur spärlich sprudeln oder zu versiegen drohen. Spätestens dann ist eine andere Quelle der Stärke gefragt.

In Deinem Inneren kannst Du eine solche beständige Kraftquelle finden! Anders als alle anderen Quellen ist diese für Dich immer zugänglich und kann Dir nicht genommen werden. Dafür brauchst Du kein gütiges Schicksal. Die einzige Voraussetzung dafür ist, den Blick nach Innen zu richten und sich dann auf eine Reise in dieses Innere zu begeben. Denn dort ist Deine innere Stärke zu Hause: Sie geht von Deinem höheren Selbst, dem Göttlichen in Dir aus. Das „Buch der inneren Stärke“ des Mystischen Psalters möchte Dich bei dieser spirituellen Reise zu Deiner inneren Stärke begleiten. Auch ich gehe diesen spirituellen Weg und erlebe das „Buch der inneren Stärke“ immer wieder als Begleiter auf den Weg zur inneren Kraftquelle … gerade bei Herausforderungen!

Das Innere als Kraftquelle

Die innere Stärke ist uns Menschen seit der Geburt zu eigen. Sie gibt Kraft zu handeln. Sie macht es möglich, alltägliche Aufgaben zu meistern und Prüfungssituationen und Lebenskrisen zu bewältigen. Im Laufe eines Lebens wird diese innere Stärke immer wieder auf die Probe gestellt. Deshalb wird sie oft auch als „psychische Widerstandsfähigkeit“ oder als „Resilienz“ bezeichnet. Die innere Stärke ist dabei nicht so sehr ein spezielles Talent, vergleichbar mit künstlerischen, sportlichen oder intellektuellen Fähigkeiten. Sie ist vielmehr eine grundlegende Kraft, die es erst möglich macht, die eigenen Talente überhaupt zu leben.

Leider bin ich mir dieser Kraft in vielen Lebenssituationen nicht immer bewusst. Aber ich habe die Möglichkeit, dieses Bewusstsein zu entwickeln, mich innerlich zu stärken und immer mehr aus dieser Stärke zu leben. So bleibt diese Kraft immer mehr in meinem Geiste präsent, so dass ich meine Aufgaben erfüllen und meine Herausforderungen meistern kann.

An diesem Punkt kommt der Mystische Psalter und sein vierter Band ins Spiel – das „Buch der inneren Stärke“. Denn viele der dort gesammelten Meditationen zeigen, wie ein Mensch innere Stärke erlangen kann und wie sie ihm hilft, schwierige Situationen und handfeste Lebenskrisen und Katastrophen zu bestehen. Dabei wird deutlich, dass die innere Stärke ihre tiefste Wurzel im höheren Selbst – dem Göttlichen im Menschen – hat.

Mit dieser Verortung der inneren Stärke im spirituellen Bereich geht der Mystischer Psalter weiter als viele Ratgeber über Resilienz. Diese empfehlen zwar häufig Meditationen, Yoga oder Atemübungen. Sie sehen diese Übungen aber rein funktional und nicht im eigentlichen Sinne spirituell. Das ist beim Mystischen Psalter anders: Dort ist von der Quelle wahrer innerer Stärke – vom höheren Selbst – die Rede. Die Erkenntnis des höheren Selbst ist die eigentliche Selbsterkenntnis, die zur wahren Kraftquelle wird. Daraus resultieren dann die vielen guten Früchte der inneren Stärke wie Vertrauen und Gelassenheit, aber auch Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit.

Wenn ich mir meines höheren Selbst – des Göttlichen in mir – bewusst werde, dann stärkt das mein Selbstwertgefühl. Es verleiht mir Stabilität. Ich lasse mich dann selbst von großen Herausforderungen nicht verängstigen, kann höchste Belastungen ertragen ohne daran zu zerbrechen. Denn meine innere Stärke gibt mir Hoffnung und Zuversicht. Diese Kraftquelle ist im wahrsten Sinne des Wortes resilient gegen Bedrohungen von außen. Denn mein Wert liegt nicht im Außen, nicht in der Anerkennung durch Menschen oder materiellem Wohlstand, sondern im Wissen um mein höheres Selbst, das Göttliche in mir, das selbst dann gegenwärtig ist, wenn alle andere Umstände zum Verzweifeln sind. Zugleich macht mich diese Erkenntnis auch frei für das Gute. So bin ich fähig zu Liebe und Gerechtigkeit. Hat doch oft das Gegenteil von Liebe und Gerechtigkeit – also Hass und Ungerechtigkeit – seinen Ursprung in Verunsicherung und fehlendem Selbstwertgefühl. Es ist eine häufig gemachte Lebenserfahrung, dass ein sich geliebt fühlender Mensch eher zur Liebe fähig ist als ein sich ungeliebt fühlender Mensch. Wer also um sein höheres Selbst weiß, wird auch eher in der Lage sein, das höhere Selbst in anderen Menschen zu erkennen. Im Idealfall folgen daraus Liebe und Gerechtigkeit.

Die innere Stärke, die sich aus dem höheren Selbst speist, ist nicht angewiesen auf den Zufall oder das Schicksal wie etwa günstige Lebensumstände, Bildung, genetische Disposition oder Charakter. Die innere Stärke ist jedem Menschen zugänglich … auch Dir und mir.

Da sich dieses Buch des Mystischen Psalters besonders der inneren Stärke widmet, befasst es sich auch mit den Situationen, in denen es auf die innere Stärke ankommt, also mit den Krisen im Leben des Menschen. Deshalb sind in diesem Band Katastrophen und Konflikte ein zentrales Thema. Aber es werden nicht nur die dunklen Seiten solcher Krisen beschrieben, sondern auch ihre lichten Seiten: Der Mensch bittet um Hilfe und Stärke. Er erlebt daraufhin Unterstützung und Schutz durch das Göttliche in ihm, seinem höheren Selbst.

Die innere Stärke als Hilfe in Krisen

Das vorliegende „Buch der inneren Stärke“ ist Teil des Mystischen Psalters. Er ist in sechs Bücher gegliedert. Gemeinsam befassen sie sich mit den verschiedenen Aspekten einer spirituellen „Heldenreise“. Es handelt sich dabei um ein Modell, das der Religionswissenschaftler Joseph Campbell entwickelt hat. Der US-amerikanische Drehbuchautor Christopher Vogler hat dieses Modell modifiziert und popularisiert. Den sechs Büchern des Mystischen Psalters liegt wiederum ein eigenes Modell der Heldenreise zugrunde, das sich in sechs Phasen verdichtet. Es beginnt mit den zentralen Aspekten „Hoffnung“ und „Trost“, führt über „Vertrauen“ und „innere Stärke“ zu den Themen „Segen“ und „Freude“. Jedem dieser sechs Phasen entsprechen zwei Schritte der Heldenreise nach Vogler.

Dieser Band befasst sich mit den Phasen der Heldenreise, die man als „das Vordringen zum empfindlichsten Kern“ und die „entscheidende Prüfung“ umschreiben kann. Der Held beziehungsweise die Heldin dringt in dieser Phase der Heldenreise zum gefährlichsten Punkt vor und trifft dabei auf den eigentlichen Widerpart. Nun kommt es zur Feuerprobe – zur entscheidenden Prüfung.

Diese beiden Phasen der Heldengeschichte beschreiben also den ultimativen Kampf des Menschen. Es ist aber nicht in erster Linie der Kampf mit einem äußeren Widerpart, sondern der Kampf, der in jedem Menschen innerlich tobt und in gewissen Lebensphasen krisenhafte Ausmaße annehmen kann. Gerade in diesem Kampf kommt es nun auf die oben beschriebene innere Stärke an. Sie entscheidet letztendlich über den Ausgang des Kampfes.

Dieses vorliegende Buch umfasst eine große Bandbreite von Themen, die mit der „entscheidenden Prüfung“ verbunden sind. Dazu gehören Verzweiflung und Angst, aber auch die Bitte um Hilfe und nicht zuletzt Vertrauen und (Selbst-)Erkenntnis – in gewisser Weise die Grundlage für das Bestehen der Prüfung. Die Meditationen beschreiben mit klaren Worten die Katastrophe, in der sich der Mensch befindet. Da ist die Rede von Not, Gefahr und Trostlosigkeit. Es wird nichts beschönigt. Die ganze Schwere des Menschenlebens mit all seinen dunklen Seiten ist Thema. Damit sind die Meditationen ganz authentisch und ehrlich. Zugleich sind die Worte der Meditationen auch universal. Denn das, was sie ausdrücken, betrifft alle Menschen in irgendeiner Weise. Beschrieben wird eben nicht nur das Leid von bestimmten Menschen: Es geht um die menschliche Existenz überhaupt und das seelische Überleben.

Die Texte bleiben nicht bei der inneren und äußeren Not von uns Menschen stecken. Sie nehmen noch eine weitere Dimension des Leids und der Prüfung in den Blick: Die Frage nach Illusion und Wahrheit. Im Tiefsten führen die Meditationen jeden Konflikt und jede Not auf eine entscheidende Frage zurück: Ist der Mensch bereit, seine Illusion(en) loszulassen und sich der Erkenntnis zu stellen? Wahrnehmen der Wirklichkeit und Loslassen der Illusion sind also die zentralen Aktivitäten, auf die es im entscheidenden Konflikt ankommt. Damit befasst sich dieser Band nicht nur mit der Beschreibung des Übels, sondern auch mit der Befreiung von ihm.

Doch worin besteht diese Befreiung? Es ist die Erkenntnis, dass in jedem Menschen das Göttliche zu Hause ist, dass es in jedem Menschen ein höheres Selbst gibt! Diese Erkenntnis befreit, sie verleiht Flügel. Mit dieser Erkenntnis wird zugleich eine Instanz sichtbar, an die ich mich in jeder Krise – in jeder Katastrophe – wenden kann. Denn sobald ich erkannt habe, dass es in mir etwas Größeres gibt als das alltägliche Ich – meinem Ego, das vielleicht von Angst und Sorgen zerfressen ist – kann ich mich an dieses höhere Selbst wenden. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein Selbstgespräch, ist aber tatsächlich mehr, denn das höhere Selbst ist vielmehr als ich selbst, sondern ist mit allem im Kosmos verbunden!

Mit dieser höheren Instanz in mir – die sich auch als innere Stärke beschreiben lässt – bin ich nicht mehr allein und einsam, umgeben von einer feindlichen Umwelt. Ich kann mich an meine innere Stärke wenden und dadurch meine eigene Schwäche und Hilflosigkeit überwinden. Ich kann stärker werden, weil ich meine inneren Kräfte aktiviere. Es handelt sich bei dieser inneren Stärke nicht um eine dunkle und bedrohliche Macht, die nur den eigenen Vorteil will und dem alles andere egal ist. Vielmehr ist diese innere Stärke mit drei entscheidenden Tugenden verbunden: mit Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit.

Ich als Mensch habe die Aufgabe, diese Tugenden – die in mir schlummern – zu aktivieren. Und genau das geschieht im Erkenntnisvorgang: Was Illusion ist, wird aufgedeckt und die Wahrheit kann Platz greifen. Diese Wahrheit ist voller Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit. Damit verliert das Ego seine Kraft und das höhere Selbst mit all seinen guten Kräften kann wirken. Mit diesem Aktivieren meiner inneren Kraft wird es auch möglich, die schwersten Prüfungen zu bestehen.

Es handelt sich bei diesem (Erkenntnis-)Vorgang allerdings nicht nur um ein punktuelles Ereignis, sondern in Wahrheit um einen lebenslangen Prozess. Der Mensch kann sich immer wieder an sein höheres Selbst wenden und sich von seiner Stärke beschenken lassen. Genau diesen Prozess in all seiner Vielgestaltigkeit beschreiben die Meditationen im „Buch der inneren Stärke“. Dabei wird klar: Mein höheres Selbst ist größer als mein alltägliches Ego mit seinen Illusionen.

Meditation 16

Meine Zuversicht und meine Burg

   bist Du, die Heilige,

      auf die ich hoffe.

Denn ich lebe unter Deinem Schutz

   und in Deinem Schatten,

   Du Göttliche,

      die in mir wohnt.

——

Du errettest mich von meinen Illusionen,

   vom Strick des Jägers,

   aus der Grube des Verderbens.

——

Du, die Ewige, deckst mich mit Deinen Fittichen,

   Du birgst mich unter Deinen Flügeln.

Damit ich nicht erschrecke

   vor dem Grauen der Nacht,

   vor den Pfeilen,

      die des Tages fliegen,

   vor der Pest,

      die im Finstern schleicht,

   vor der Seuche,

      die am Mittag verdirbt,

   vor der Täuschung,

      in die mein Ego mich verstrickt.

Ob tausend fallen zu meiner Seite

   und zehntausend zu meiner Rechten,

so wird es doch mich nicht treffen,

   Schirm und Schild ist mir mein höheres Selbst.

Ja, mit eigenen Augen werde ich erkennen,

   was meine Illusionen mir antun.

——

Du, die Ewige

   bist meine Zuflucht

   und mein Schutz.

Es wird mir kein Unheil begegnen,

   kein Verderben meiner Hütte nahen.

Denn Du hast helfenden Kräften befohlen,

   dass sie mich behüten auf allen meinen Wegen,

   dass sie mich auf Händen tragen

   und mein Fuß nicht an einen Stein stößt.

Auf Schlangen und Ottern werde ich schreiten,

   niedertreten Löwen und Drachen.

——

Du, die Heilige, sagst zu mir:

„Du hörst mich,

   so will ich Dich schützen.

Du rufst mich an,

   so will ich bei Dir sein.

Ich bin bei Dir in der Not,

   ich will Dich herausreißen und heiligen,

   ich will Dich sättigen

      mit langem und erfülltem Leben,

   Dich schauen lassen mein Heil.“

Dank sei Dir,

Du Göttliches in mir,

   Du mein höheres Selbst!

(inspiriert vom 91. Psalm)